Femme Workshop-Interview (LKT2016)

Anbei ein Auszug aus dem Radio-Interview vom 20.10.2016 über die Vorstellung des Femme-Workshop auf den diesjährigen Lesbenkulturtagen (05.11.2016) und dem Standing als Femme innerhalb der queeren Community.

 

Radiomoderatorin: DJane Delight (Eleni Mavropoulou) vom Frauenfest München

Interview-Partnerin: Flora Robin

Datum: 20.10.2016

Sendung: Uferlos auf Radio Lora (UKW 92,4)

Eleni: "Findest Du, dass feminine Frauen in der Lesbenszene mehr Akzeptanz-Schwierigkeiten haben als Butch-Lesben?"

 

"Ja, denn Femmes werden meistens verkannt und fälschlicherweise als heterosexuell abgestempelt. Das bedeutet, dass sie nicht nur in der heterosexuellen Gesellschaft, sondern ironischerweise auch in der lesbischen Szene, gezwungen sind sich als queer zu behaupten. Man erwartet schließlich in einer Gruppe, die so stark Toleranz fordert, selbst genau so akzeptiert zu werden. Aber so ist es leider nicht. Femmes müssen fortwährend ihren Standpunkt erkämpfen und verteidigen."

 

Eleni: "Leider ist es aber auch so, dass auch butchige Lesben in der Lesbenszene ihre Akzeptanz-Schwierigkeiten haben und im Endeffekt machen wir uns das Leben nur gegenseitig schwer. Aber wir sind ja jetzt beim Thema „Femmes“. Was macht für Dich das Femme-Sein aus?"

 

"Ich war schon immer von dem Bild der selbstbewussten Femme-Fatale begeistert. Trotzdem war ich nach meinem Outing erstmal auf Identitätsfindung. Mit der Zeit wurde mir klar, dass es mich am glücklichsten macht, wenn ich mir meine Haare lang wachsen lasse und genau das trage was ich will: Kleider. Aus dieser Erkenntnis entstand eine Art Standing zu sich, seinen Interessen und der eigenen Sexualität: Das Femme-Sein."

 

Eleni: "Was können sich die TeilnehmerInnen unter dem Workshop vorstellen?"

 

"Die TeilnehmerInnen sollen einen Einblick in das Femme-Dasein, dem Standing und dem Lifestyle bekommen. Hier soll es einen Austausch geben und auch die Bedeutung des Femme-Seins spielerisch erarbeitet und ausprobiert werden. Trotzdem geht es darum, die eigene Identitätsposition zu stärken. Was ich mir aber auch Wünsche wäre, dass wir die Stellung von femininen Frauen innerhalb der Szene kritisch hinterfragen und diskutieren."

 

Eleni: "Und jetzt mal ne freche Frage. Wäre der Workshop auch etwas für Butch-Lesben, die sich auch ein bisschen ausprobieren wollen?"

 

"Wenn es Butches gibt, die eine feminine Seite haben und diese gerne näher kennen lernen möchten, natürlich sehr gerne."

 

Eleni: "Was sollen die Frauen mitbringen?"

 

"Alles, was in die Richtung feminin geht. Das kann sein, Schmink-Accessoires, Lippenstift, die Lieblings-High-Heels, das nie zu tragen gewagte Kleid, sowie Schmuck und alles, was man selber gerne mitbringen möchte."

 

Eleni: "Macht Ihr auch einen Catwalk?"

 

"Nein, denn wir sind ja nicht bei Germanys Next Topmodel." ;-)

 (...)

Zum Reinhören in die Sendung (ab 39 Minuten):  http://www.uferlos-magazin.de/media/mp3/um201016.mp3

 

Zum Workshop am 05.11.2016:

 Was heißt es eigentlich eine Femme zu sein? Welche Facetten hat Weiblichkeit?

Wie sieht deine „innere Femme“ aus?

Was würde sie anziehen und was bringt sie zum Lachen?

Wir entführen euch in die Welt der Femmes und tauchen ein in die Tiefen der femininen Inszenierung. Ganz egal wie Femininität für euch aussieht – im Workshop wollen wir SIE entdecken.

Mitbringen könnt ihr alles vom Lippenstift bis zu den High Heels. Kurz: Alles was euer Femme-Herz höher schlagen lässt.

 

 

Verbindliche Anmeldung bis 03.11.2016 über http://leskult.de/anmeldenfemme/ !

Uhrzeit: 14 - 18 Uhr

Ort: Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstraße 71, 80337 München

Eintritt: 15 €; ermäßigt: 13 €

 

Maximale Teilnehmerinnenzahl: 15

 

After-Workshop-Party im Cafe Glück, Palmstraße 4, 80469 München

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Must-Haves #Mrz16: Minimal Urban

SNEAKERS

Slip-on Sneaker Racer - Kennel & Schmenger (o.r.)

Julia Mirror Sneaker - Voile Blanche (m.)

Superstar Slipper - Adidas (u.r.)

 

BILDER

J.S. (o.r.) - http://www.andreslorenzana.com

Frida Gustavsson (u.l.) - http://benjaminvnuk.com

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Der Verschleiß der Liebe

Zur Zeit habe ich das Gefühl, dass wir in einer starken Verschleiß-Gesellschaft von Gefühlen leben. Als wäre es der neuste Trend, Beziehungen einzugehen, sich bei der kleinsten Sache möglichst schnell zu trennen, um gleich wieder auf der Suche nach einer neuen Liebe zu sein. Dieser Verschleiß begegnet mir tagtäglich und löst in mir eine gewisse Unruhe aus. Ich komme nicht drum herum, mich zu fragen, ob Trennungen und Partnersuche sogar zum Lifestyle-Konzept der heutigen Zeit gehören?

'Eat your heart out' by Isabella Giancarlo
'Eat your heart out' by Isabella Giancarlo

„Ich habe mir etwas vorgemacht, Flora“, eröffnet sie mir. „Wir haben uns am Wochenende getrennt. War wohl doch nicht die große Liebe. Aus und vorbei!“

Bei den letzten Worten nimmt meine Freundin einen fast schon triumphierenden Schluck von ihrem Kaffee. Während ich langsam den Schaum meines Cappuccinos unterrühre, berichtet sie mir vom euphorischen Aufstieg in die Welt der Singles. Als Single habe frau viel mehr Freiheiten und wieder neue Gelegenheiten, die wirklich zu hundert Prozent passende Partnerin zu finden.

„Letzte Woche hatte ich drei Dates“, sagt sie und zählt diese händisch noch mal ab. Sicher ist sicher. „Aber es war nicht die Richtige dabei. Nummer eins war doch nicht mein Typ – zu klein. Nummer zwei isst Fleisch – geht gar nicht. Und Nummer drei ist bisexuell orientiert – zu unsicher.“

Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass vor zwei Monaten die Beziehung mit ihrer jetzigen Ex die Erfüllung ihrer Träume war. Ihre Herzensdame war aufmerksam, eine gute Köchin und tierlieb. Die Beziehung hielt nicht mal ein Jahr.

„Was war das Problem mit deiner Ex?“, frage ich.

„Irgendwie hat es doch nicht gepasst. Wir waren zu verschieden.“

Diese Standardantwort hatte ich erwartet, und bin mir sicher, sie bei der nächsten Kandidatin wieder zu hören.

Auch wenn diese eine hochgewachsene, lesbische Vegetarierin sein wird.

 Zu Hause angekommen, begrüßt mich meine Freundin mit einer langen Umarmung. All die Gedanken über Trennungen scheinen für einen kurzen Moment zu verschwinden. Unser kleines alltägliches Ritual beginnt, indem wir uns einen Tee machen und uns gegenseitig von unserem Tag erzählen. Als ich ihr von meinem Treffen berichte, sagt sie, ich solle mir nicht zu viele Gedanken über das Beziehungswirrwarr anderer Leute machen.

„Leichter gesagt als getan“, seufze ich. „Du weißt, ich bin ein Gefühlsschwamm.“ Gefühlsschwamm bedeutet, dass ich Gefühle und Stimmungen von Menschen in meiner Umgebung sehr schnell wahrnehme und schwammartig aufsauge. Eigentlich keine schlechte Eigenschaft für das Einschätzen von Situationen, allerdings schaffe ich es manchmal nicht, den Abstand zu wahren. Beziehungsprobleme von Freunden nehme ich dann mit nach Hause und zermartere mir meinen Kopf, ob auch alles in meiner eigenen Beziehung richtig läuft. Dabei gibt es für mich eigentlich keinen Grund zur Sorge. Eigentlich. Denn ich erwische mich dabei, wie ich den Gedanken, schon acht Jahre in einer Beziehung zu sein, komisch finde. Auf eine skurrile Weise bilde ich mir ein, dass meine Lebenssituation nicht normal ist, denn die meisten um mich herum trennen sich wesentlich früher oder pflegen einen Lebensstil à la Shane, die bekannte Tomboy aus der Serie The L-Word.

Camilla Storgaard Photography ♥
Camilla Storgaard Photography ♥

Ein Problem der heutigen Gesellschaft ist meines Erachtens, dass wir uns zu wenig Zeit nehmen, Menschen besser kennenzulernen. Zu schnell wird entschieden, den Kontakt aufzugegeben, weil Menschen nicht auf den ersten Blick zu uns passen oder – hart gesagt – uns nichts nützen. Grund dafür könnte sein, dass wir als Einzelkämpfer erzogen wurden. Früher habe ich oft von meiner Mutter gehört, dass ich darauf achten soll, stark und unabhängig zu werden. Ich sollte lernen, auf eigenen Beinen zu stehen und alleine zurechtzukommen. Zusätzlich fördern Medien dieses Bild, indem sie uns mit Slogans wie Wenn du willst, kannst du alles haben um Augen und Ohren hauen. So gesehen dreht sich der ganze Tag nur um einen selbst. Wir verlernen das Knüpfen von tiefen Verbindungen und manche werden sogar unfähig, tiefe Beziehungen einzugehen.

Atelier Stuemer
Atelier Stuemer

Dabei wäre alles eigentlich ganz einfach, denn im Grunde wollen wir „nur“ akzeptiert und geliebt werden, wie wir sind. Diese Erwartung bringen wir mit in unsere Beziehungen. Der andere will oftmals genau dasselbe. Alles gut, sollte frau meinen, wenn nicht die Tendenz zum Zweierleimaß wäre: Der andere soll mich so lieben, wie ich bin. Aber ich bin nicht bereit, seiner (identischen) Erwartung ebenso zu entsprechen. Denn immerhin bin ich der Einzelkämpfer, der Held, das umschwärmte Geschöpf. Oder?

Nach acht Jahren kann ich dies festhalten: Wenn wir den gemochten Menschen so annehmen, wie er ist, mit seinen kleinen Macken leben, sie sogar lieben lernen, kann eine glückliche und langanhaltende Beziehung entstehen. Wenn wir im Gegenzug genauso wir selbst sein dürfen und dafür geliebt werden, so ist das eines der besten Geschenke überhaupt. Das Ganze erscheint mir wie die Aufzucht einer Blume: Am Anfang haben wir eine kleine, filigrane Pflanze, die Aufmerksamkeit und Geduld benötigt. Doch wenn wir sie hegen und pflegen und ihr die benötigte Beachtung schenken, wird sie sich mit einer prachtvollen Blüte bedanken.

 Es mag sein, dass Blumen nicht der Trend der Saison sind, doch lieben und geliebt zu werden ist quasi ein Dauerbrenner im Lifestyle – und in einer Zeit der vergänglichen Jobs und Mode und Politik vielleicht die altertümliche, unmoderne Kuscheldecke, die wir tausendmal geflickt haben, aber ohne die wir einfach nicht einschlafen wollen.

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Must-Haves #Jan16: The Danish Girl

1 Nevada Linde l Friseur und Visagistin 

2 Fanie Dress l TIGER OF SWEDEN

3 Louise jacket l HIEN LE 

4 Sonnie Vest l TIGER OF SWEDEN

5 Jessica Maxi Dress l REISS 

6 Crawford Pants + Blazer l GANNI 

7 Janet Suede Pumps l GANNI 

8 Bliss l Ysabel Lemay l LUMAS

9 Andrea Floppy Hat l REISS

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Eine Liebeserklärung in schwarz

Ihr kennt sie alle, aber allgemein herrscht eine große Uneinigkeit, was ihre Wahrnehmung angeht. Sie diente schon unzählige Male als Inspirationsquelle ganzer Modekollektionen, und kaum ein Künstler kann sich ihr entziehen.

Ich gehöre zu ihren großen Anhängerinnen. Eine Welt ohne sie ist für mich farblos. Es geht um die Farbe Schwarz.

Schwarz wurde von Anbeginn der Kulturgeschichte eine große Bedeutung zugeschrieben, denn sie verkörpert die Finsternis, das Böse und den Tod. Unsere Ahnen fürchteten die Dunkelheit und den Besuch des schwarzen Mannes. Auch heutzutage wird die Farbe in der europäischen Kultur mit Negativem wie Depression, Trauer und Tod verbunden. Im Sprachgebrauch beschreibt schwarz nicht nur den Farbton, sondern kann auch ein Gefühl ausdrücken. Wenn man beispielsweise einen schwarzen Tag hat, fühlt man sich vielleicht wie das schwarze Schaf in der Runde, malt gern ganze Sachverhalte schwarz, gönnt dem anderen nicht das Schwarze unter den Fingernägeln, setzt einen Freund auf die schwarze Liste und schiebt ihm den schwarzen Peter zu. Und dann kann er auf eine Entschuldigung warten, bis er schwarz wird.

Doch ich sehe schwarz ganz anders.

Schwarz ist die beliebteste Farbe bei Kleidung, sie ist absolut zeitlos und in dieser Farbe ist frau immer tadellos und niemals falsch angezogen. Je nachdem, wie sie kombiniert wird, darf frau sich in Szene setzen oder ganz in ihr abtauchen. Schwarz kann ein stilles Statement sein. Viele Künstler bevorzugen schwarze Kleidung, um ihren Werken den Vortritt zu lassen. Auch Modedesigner sind dieser unbunten Farbe verfallen und huldigen ihr in zahlreichen Kollektionen. Bekannte Marken wie Yōji Yamamoto und Alexander Wang wären ohne ihre schwarzen Designs kaum vorstellbar. Oder hätte das kleine Schwarze von Coco Chanel ebenso die Frauenwelt revolutioniert, wenn es in Braun dahergekommen wäre?

Sweate. Rei Kawakubo for Comme des Garçons. Lindbergh/Courtesy. 1982.
Sweate. Rei Kawakubo for Comme des Garçons. Lindbergh/Courtesy. 1982.

Der Grund für diese Faszination ist die Ambiguität. Schwarz ist die Abwesenheit von Bunt und meint: Seriosität. Schwarz ist aber auch die Abwesenheit von Licht und meint: Verstecktes. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Frauen die verführerische Botschaft, die sich damit transportieren lässt. Schwarz wird mit der dunklen Seite der Erotik assoziiert. Das Spiel wird reizvoll, wenn es in Dunkelheit gehüllt ist. Was man nicht sieht, möchte man ertasten.

Eine Frau, die wie ein Wesen aus den Schatten in einem schwarzen, langen Abendkleid die Stufen emporsteigt. Eine Königin der Nacht, umhüllt von einem Geheimnis. Sie transportiert den Reiz des Verbotenen, des Unerreichbaren. Und was könnte reizvoller sein, als wenn sich die Königin ihres Kleides entledigt und darunter nichts trägt außer einem schwarzen Spitzenslip?

„Schwarz sticht alles“, meinte Coco Chanel. Mit schwarz trifft man immer ins Schwarze, sage ich.

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Must-Haves #Nov15: Cosy Grey

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Gewinne deine Ausgabe der STRAIGHT

Es ist wieder soweit: Ihr könnt euch eine der drei Ausgaben des STRAIGHT-Magazine sichern! - Dazu gibt es noch eine kleine Überraschung à la Flora. 

Wie könnt ihr am Gewinnspiel teilnehmen?

Facebook: Geht auf meine Seite "Flora Robin".

Jede Gefällt-mir-Angabe für dieses Foto nimmt teil und jeder geteilte Beitrag auf Facebook zählt doppelt.

florarobin.de: Wer unter diesen Beitrag kommentiert, hat sogar dreifache Chancen eine Ausgabe zu gewinnen. Wow!

 

Die glücklichen Gewinner werden Montag um 10 Uhr gezogen und auf Facebook verkündet. 

 

Viel Glück!

Eure Flora

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Kunst trifft Musik: Re-Act!

Letzten Donnerstag hatte die Kunsthalle für ein ganz besonderes Partyformat ihre Tore geöffnet. Zum dritten Mal fand die Re-Act! im Zuge der Ausstellung From the Sidewalk to the Catwalk von Jean Paul Gaultier statt. Partner der Partyreihe war das Harry Klein, einer der besten Clubs in München. Diese Mischung hörte sich im Vorfeld sehr verlockend an. Wie kann man aber Kunst und Party stilvoll vereinen? 

Zugegebenermaßen ist es etwas überraschend, wenn frau eine Karte im Vorverkauf erwirbt und sich zunächst an eine 20-Meter-Schlange anstellen muss. Allerdings ist das Warten vor einer Lokalität in anderen Ländern wie in Japan Alltag und ein Zeichen für Qualität. Aus diesem Grund übte auch ich mich in Geduld.

Als ich endlich die Räume der Kunsthalle betrat, fiel mir sofort die breite Masse unterschiedlicher Leute auf: Fashionistas nutzen das Event als ihren persönlichen Laufsteg. Sie vermischten sich mit Stammgästen des Harry Kleins, ebenso wie junge Mode-Frischlinge auf Kunstinteressierte der älteren Generation trafen. Das Ganze zeichnete ein frisches Bild, welches nicht sehr oft in der Münchner Event-Szene zu sehen ist.

Die Vorräume der Kunsthalle wurden mit passenden Visuals von der Künstlerin Heiligenblut inszeniert, welche sich von der Mode Gaultiers inspirieren ließ. Von eleganten Feuerlilien bis zu urbaner Graphic Art zierten Projektionen Wände und Ausstattung. 

Ein Stockwerk höher betraten die Besucher die fantastische Welt von Gaultier:

Die Ausstellung From the Sidewalk to the Catwalk ist in sieben Kapitel gegliedert. Sie präsentieren circa 160 Kreationen aus allen Schaffensphasen Gaultiers:

Der Salon, die Odyssee, die Musen, Metropolis, Großstadt-Dschungel, Punk cancan, Hautnah und >>Nicht jugendfrei<< und die Bräute. Jedes Kapitel ist ein Kunstwerk für sich und zeigt, dass in Gaultiers Welt alles möglich ist.

Zusätzlich standen den Gästen Guides von der Akademie der Bildenden Künste, sowie der Akademie für Mode und Design zur Seite, um über die laszive Mode und das Thema Mode als Kunst zu diskutieren.

Nach einer Runde durch die Ausstellung erregte eine grazile Frau meine Aufmerksamkeit. Das deutsche Supermodel Eva Padberg hatte sich unter die Leute gemischt, um einen kurzen Eindruck von der Atmosphäre des Abends zu bekommen.

Zusammen mit ihrem Ehemann bilden sie das Duo Dapayk & Padberg und waren Live-Act des Abends.

Nach dem ich mir eine Weinschorle an der Bar erworben hatte, ging es auch schon los. Lange, gehauchte Vocals von Padberg mischten sich mit dem elektronischen Beat von Dapayk. Ein bisschen mehr Text hatte ich erwartet. Aber bevor ich eine feste Meinung gewinnen konnte, begann auch schon das zweite Lied. Diesmal hatte der Song mehr Lyrics und gefiel mir daher besser. Insgesamt empfand ich Padbergs Stimme, welche sich sanft mit den Klängen der elektronischen Musik mischte als überraschend angenehm. Melancholische Songtexte, verbunden mit Dupstep-Elementen, begleiteten die Hörer in eine fremde Welt. Der Sound klang ein bisschen nach Berlin, ein bisschen nach München, aber auf jeden Fall nach viel Dapayk & Padberg. Das Duo schaffte eigene Klangwelten passend zur surreal glamourösen Atmosphäre der Ausstellung.


So genoss ich einen fantastischen Abend zwischen Kunst und Musik und hätte es mir nicht besser vorstellen können. Vor allem die unterschiedlichen Besucher machten die Atmosphäre besonders. Jeder Weiß, dass ein Event mit seinen Gästen steht und fällt. 

Soundcheck: Dapayk & Padberg mit "Smoke"

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Must-Haves #Okt15: Ladylike

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